Wohnglück wird 3

  • Sarah Ramroth

Drei Jahre wohn.glück und ich erinnere mich noch all zu gut an den Moment, als ich das erste Mal auf den Button „Beitrag veröffentlichen“ gedrückt habe. Ich habe zu dem Zeitpunkt noch in meiner vorvorletzten Altbauwohnung in Hamburg Hoheluft gewohnt. Meine Ma war zu Besuch da und hat gefühlt ewig in der Küche mit Frühstück gewartet, weil ich einfach zu aufgeregt war, als eben genannten Button zu drücken. Warum auch immer hatte ich im Gefühl, dass etwas Großes daraus werden könnte. Mein damaliger O-Ton an meine Eltern war: „Damit werde ich irgendwann mein Geld verdienen!“ Meine Ma meinte darauf nur, dass ich schon immer alles hinbekommen habe, was ich mir in den Kopf gesetzt habe. 

Die ersten Wochen und Monate habe ich damit verbracht zig Beiträge zu schreiben und diverse Bilder meiner Wohnung zu schießen. Ich habe es geliebt unzählige Abende an meinem Schreibtisch zu sitzen und Blogposts zu schreiben. Zwar immer mit dem Gedanken im Kopf, dass eh nur meine Freunde und Familie die lesen, aber so what. Das dem nicht so ist, hat sich dann innerhalb kürzester Zeit gezeigt. Was ich allerdings nicht abstreiten kann, ist, dass zu dem Zeitpunkt mein Fokus etwas ins Ungleichgewicht gerutscht ist. Einige Freunde haben mich wochenlang nicht gesehen, „weil ich noch was für den Blog zu tun hatte“. Man könnte sagen, dass ich ab und an etwas verbissen sein kann, wenn ich ein Ziel vor Augen habe. Autsch! Der Hintergrund war jedoch, dass ich damals ziemlich unglücklich in meinem Job war und etwas Schaffen wollte, bei dem ich mein eigener Chef war. Meine Freunde hatten zum Glück größtes Verständnis für die vielen Abende vorm Laptop. Der Moment, als mir eine Freundin allerdings mit einer großen Babykugel die Tür aufgemacht hat und meinte, dass sie mir schon seit Wochen sagen möchte, dass sie schwanger ist, ich allerdings nie Zeit hatte, hat mich dann aber doch wach gerüttelt. 

Wenn ich jetzt auf das letzte Jahr mit wohn.glück zurück blicke, habe ich dieses Gleichgewicht wieder in ein für mich ausgewogenes Verhältnis gebracht. Das bedeutet zwar vielleicht ab und an weniger Insta Storys und weniger Blogposts von mir, aber ich denke das verzeihst du mir. 

Du musst wissen, dass ich grundsätzlich jemand bin, der sich jedes Jahr etwas für den Blog vornimmt und sich Ziele setzt. Für dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen selektiver mit dem Thema Werbung umzugehen und nicht zu jeder Kooperation „Ja“ zu sagen. Natürlich würde mich das dem Ziel damit Geld zu verdienen näher bringen, aber nach meinem Jobwechsel vor über 2 Jahren, muss ich gestehen, dass ich mit meinem „normalen“ Job ziemlich happy bin. Schon verrückt, wie das Leben spielen kann. Der Drang in die Selbstständigkeit hat sich somit (vorerst) gelegt.

Ein weiteres Ziel war zusätzlich stets eigene Produkte auf den Markt zu bringen. Die Idee schwirrte schon seit langer Zeit in meinem Kopf herum, ich hatte allerdings nie eine zündende Idee. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich diese Ziel ohne Felix nicht hätte umsetzen können. Manchmal braucht man einfach jemanden, der einem unter die Arme greift.

Das ist im übrigen ein weiterer wichtiger Faktor im 3. Jahr mit wohn.glück. Felix. Nicht nur als mein Freund, sondern auch als Autor, der sich auf meinem Blog austobt, Geschäftspartner (Wohnglück Design) und die treibende Kraft, die mich ab und an motiviert, wenn ich keine Ideen habe. Ich kann mich wirklich sehr dankbar schätzen, einen Partner zu haben, der wohn.glück genauso liebt, wie ich. Denn wenn eins fest steht, dann dass es mich nur mit wohn.glück gibt. 

Aber damit nicht genug! Dieses Jahr gab es neben den eigenen Produkten, auch noch den Relaunch von meiner Homepage. Mir wurde in dem Zusammenhang mal der schöne Satz gesagt „wohnglück ist erwachsen geworden“. Etwas cleaner und nicht mehr so verspielt. Das spiegelt sich auch in unserem Himmelloft wieder, in das Felix und ich im März diesen Jahres eingezogen sind. Eine Wohnung, die meinem Look, den ich am liebsten mag, am nächsten kommt. 

Und somit blicke ich auf das Jahr von wohn.glück zurück, in dem gefühlt am meisten passiert ist. Umso gespannter bin ich zu sehen, wohin der Weg mich im kommenden Jahr mit wohn.glück führen wird. Ich tippe auf weitere Produkte und dem Ausbau des Onlineshops. Ich kann allerdings auch nicht abstreiten, dass ich das Schreiben und shooten immer noch genauso wie am ersten Tag liebe und ich mich selbst heute noch jedes Mal freue, sobald ein Beitrag online geht. Dementsprechend habe ich grad ein fettes Grinsen im Gesicht und freue mich jetzt schon auf das kommende Jahr mit wohn.glück. 

Cheers!

Tags: Leben
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